DKP begrüßt Brexit-Entscheidung

Die Briten haben entschieden, die EU zu verlassen. Nachdem Angela Merkel am Freitagmittag ihre Stellungnahme zum Brexit abgegeben hatte, sagte der DKP-Vorsitzende Patrik Köbele: »Angela Merkel ist enttäuscht. In ihrer Stellungnahme zum Brexit-Referendum am Freitagmittag verkündete sie, man solle dafür sorgen, dass die Bürgerinnen und Bürger konkret spüren können, wie sehr die Europäische Union dazu beiträgt, ihr persönliches Leben zu verbessern.

Die arbeitenden Menschen in Europa spüren konkret, wie das imperialistische Staatenbündnis EU dazu beiträgt, ihr Leben zu verschlechtern. Spardiktat und Abschottung, Demokratieabbau und Kriegspolitik: Die EU ist ein Werkzeug der Banken und Konzerne. Deshalb begrüßt die DKP die Entscheidung der britischen Wähler, die EU zu verlassen.

Dabei sehen wir natürlich auch die rechten Kräfte im Brexit-Lager. Sie haben die sozialen Probleme benutzt, um Angst vor Flüchtlingen zu schüren. Diese Kräfte sind und bleiben unsere Gegner. Wir sind mit dem anderen Nein verbunden: Dem Kampf für einen linken EU-Austritt, dem »Nein« zur EU als »Ja« zur internationalen Solidarität, dem »Leave«-Votum, das eine soziale Politik fordert. Dieses andere »Nein« zur EU zeigt eine Alternative zur asozialen Politik der EU und zur rassistischen Hetze der Rechten.«

Wir fahren nach Dortmund!

Es ist wieder so weit: Die Kommunistinnen und Kommunisten laden ein zum 19. UZ-Pressefest nach Dortmund! Vom 1. bis 3. Juli 2016 werden die Roten wieder zeigen, dass es Spaß macht, gemeinsam und generationsübergreifend zu diskutieren und zu feiern – selbstorganisiert und ohne Kommerz. Drei Tage UZ-Pressefest heißt:

  • Künstler zu erleben, die sich nicht den Profitinteressen der Kultur­industrie unterwerfen.
  • Ein Festival der politischen Kultur, auf dem das solidarische Handeln im Mittelpunkt steht und nicht Resignation und Vereinzelung.
  • Eintritt frei! Sowie Getränke- und Essenspreise, die sich auch Gering­verdiener leisten können. Dafür die Bitte um eine Spende an jeden, der es sich leisten kann.
  • Ein Zeichen setzen gegen Faschismus und Krieg. Hier gilt: Refugees welcome – kein Zutritt für Rassisten!


Die Kraft der internationalen Solidarität kennenlernen, wenn Kommunistinnen und Kommunisten aus der ganzen Welt zusammenkommen.

Wer wissen möchte, warum und wie die ROTEN den Kampf gegen Banken und Konzernen führen und gleichzeitig bis in die Morgenstunden feiern, der muss zum UZ-Pressefest nach Dortmund kommen.

Die DKP Augsburg beteiligt sich zusammen mit unseren Genossinnen und Genossen vom DKP-Betriebsaktiv München und anderen südbayerischen Gruppen mit einem Zelt, in dem wir unsere Arbeit vorstellen. Und zu trinken gibt es bei bayerischen KommunistInnen natürlich auch etwas.

Die SDAJ Bayern bietet eine Busfahrt von Augsburg über München und Nürnberg nach Dortmund an. Hinfahrt ist am Freitag, Rückfahrt am Sonntag gegen 16.00 Uhr. Die Kosten liegen bei 34 Euro (Sozi) bzw. 48 Euro (Normal). Kontakt: info@sdaj-bayern.de

Weitere Infos: www.uz-pressefest.de

Keine Ruhe für Rassisten!

Die Augsburger ver.di-jugend lässt in ihrem Protest gegen die Umtriebe der angeblichen »Alternative für Deutschland« nicht nach. Kaum hatten die jungen Gewerkschafter erfahren, dass die AfD für Montag, 30. Mai, erneut zu einer Veranstaltung in Augsburg eingeladen hat, schon meldeten sie dagegen eine weitere Demonstration an. Auftaktort ist die nahe des Veranstaltungsortes »Rosenstüble« gelegene Straßenbahnhaltestelle »Schlössle« am Montag um 18.30 Uhr. Sie ist mit der Linie 1 zum Beispiel vom Königsplatz aus gut erreichbar.

Vor zehn Jahren starb unsere Genossin Anni Pröll

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes — Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) hat mit einer Pressemitteilung an den zehnten Todestag der Augsburger Ehrenbürgerin, Antifaschistin und Kommunistin Anna »Anni« Pröll erinnert. Ihren 100. Geburtstag am 12. Juni begeht die VVN-BdA zudem mit einer Filmveranstaltung im Thalia-Kino.

Am Samstag jährt sich zum zehnten Mal der Todestag der Augsburger Ehrenbürgerin Anna (Anni) Pröll. Die am 12. Juni 1916 geborene und am 28. Mai 2006 gestorbene Antifaschistin gehörte zu den bekanntesten Persönlichkeiten Augsburgs, die Widerstand gegen die Barbarei des Hitlerfaschismus geleistet haben, und setzte sich Zeit ihres Lebens für Frieden und Völkerverständigung ein. Sie selbst sagte dazu einmal: »Mitten im Ersten Weltkrieg bin ich geboren. Als ich das Laufen lernte, war immer noch kein Frieden. Und als ich Nachdenken lernte, sprach man wieder vom Krieg. 1939 habe ich selbst erfahren, was Krieg für die Menschen bedeutet. Und im hohen Alter bin ich wieder eine von denen, die gegen den Krieg auftreten.«

Anna Nolan wuchs in einer Augsburger Weberfamilie auf. Schon als junges Mädchen in der Weimarer Republik lernte sie politische Verfolgung kennen: Ihr Vater wurde wiederholt wegen seiner politischen Tätigkeit für die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) verhaftet, auch die Mutter wurde eingesperrt. Die Eltern verloren deshalb ihre Arbeitsplätze und mussten mit den Kindern die Werkswohnung verlassen.

Als Konsequenz aus dieser Erfahrung schloss sich Anna im Alter von 16 Jahren dem Kommunistischen Jugendverband Deutschlands (KJVD) an. Wenige Monate später übernahmen die Faschisten die Macht in Deutschland. Anna gehörte zu denen, die aktiven Widerstand gegen das NS-Regime leisteten. Wegen »Vorbereitung zum Hochverrat« wurde sie verhaftet und verurteilt. Es folgten 26 Monate Gefängnis und anschließend, 1936, die Einlieferung in das Frauenkonzentrationslager Mohringen. Sie überlebte durch Unterstützung von Mitgefangenen und wurde 1937 entlassen. 1938 heiratete sie Josef Pröll, der unter den Nazis ebenfalls bereits mehrere Jahre Haft erlitten hatte und 1939 erneut für mehrere Jahre eingesperrt wurde.

Nach der Befreiung vom Faschismus war Anna Pröll Gründungsmitglied der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) und engagierte sich bis ins hohe Alter in der Friedensbewegung und im Kampf gegen Atomwaffen sowie in der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP). Für ihren Einsatz im Interesse des Friedens und der Menschenrechte wurde sie – spät – mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet und zur Ehrenbürgerin der Stadt Augsburg ernannt.

Aus Anlass ihres 100. Geburtstages erinnert die VVN-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) an Anna Pröll am Sonntag, 12. Juni 2016, mit dem Dokumentarfilm »Anna, ich hab Angst um dich«. Die Veranstaltung beginnt um 11.00 Uhr im Thalia-Kino am Obstmarkt

Augsburg feiert den Tag der Befreiung

Am 8. Mai 1945 kapitulierte Hitlerdeutschland. Die Alliierten, vor allem die Rote Armee, hatten Europa vom Terror der Nazis befreit. Bis heute ist das ein Anlass, an die ungeheure Zahl von Opfern zu erinnern, die dieser Sieg über den deutschen Faschismus gefordert hat. Und der 8. Mai ist für uns Mahnung, dass niemals wieder geschehen darf, was damals geschah: Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!

Das schworen sich 1945 Gewerkschafter, Kommunisten, Sozialdemokraten und alle anderen Antifaschistinnen und Antifaschisten. Und so war es ein gutes Zeichen, dass heute in Augsburg wieder Gewerkschafter, Kommunisten, Sozialdemokraten und andere Antifaschistinnen und Antifaschisten zusammenkamen, um gemeinsam den Tag der Befreiung zu feiern.

Organisiert hatte das Fest auf dem Martin-Luther-Platz in erster Linie ein Jugendbündnis, dem unter anderem die SDAJ, die ver.di-Jugend und die Jusos angehören. Unterstützt wurden sie von der VVN - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, der Augsburger Friedensinitiative, der DFG-VK, der SPD, der DKP und anderen Organisationen.

Hunderte Menschen nahmen bei herrlichem Frühlingswetter die Gelegenheit wahr, sich auf einen Kaffee oder ein Bier auf den Bänken niederzulassen, sich an den Ständen zu informieren, der Musik zuzuhören oder zu diskutieren. Deutlich wurde in den Redebeiträgen: Es geht nicht nur um Geschichte, es geht auch und vor allem um die Gegenwart. Wenn Gesetze rassistisch verschärft werden, wenn Flüchtlingsunterkünfte in Brand gesteckt werden, wenn auch Augsburger Rüstungskonzerne Milliardengewinne scheffeln, indem sie den Tod in alle Welt exportieren - dann ist unser Widerstand gefordert. Auch 71 Jahre nach dem Sieg über den Faschismus.

Am 1. Mai auf Augsburgs Straßen

Zum 1. Mai haben sich nach Angaben des DGB 390.000 Menschen an mehr als 500 Veranstaltungen und Kundgebungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes beteiligt. Die DGB-Kundgebungen standen unter dem Motto »Zeit für mehr Solidarität«.In Augsburg zogen rund 1000 Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter durch die Straßen. Auf dem Rathausplatz stießen dann noch viele weitere Menschen zum Maifest hinzu, dass diesmal endlich bei trockenem Wetter stattfinden konnte, nachdem es im vergangenen Jahr praktisch ins Wasser gefallen war.

Spitze der DGB-Demonstration am 1. Mai in Augsburg
Spitze der DGB-Demonstration am 1. Mai in Augsburg

Bei der zentralen Kundgebung in Stuttgart forderte der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann die Bundesregierung auf, gegen die zunehmende soziale Spaltung vorzugehen. »Hunderttausende Menschen haben sich solidarisch mit Flüchtlingen gezeigt und helfen. Das hat uns viel Anerkennung eingebracht. Aber die drohende gesellschaftliche Spaltung verläuft nicht nur zwischen Geflüchteten, Zuwanderern und Einheimischen, sie geht viel tiefer. Wir brauchen auch politisch mehr Solidarität.«

In Augsburg verlangte Johannes Hör von der ver.di-Jugend aktives Eintreten gegen Rassismus und Neofaschismus: »Wenn unsere Kollegen gegen Menschen auf der Flucht hetzen, dann möchte man sie am liebsten mit einem Geschichtsbuch erschlagen. Und das mehrmals. Aber aktiv sein gegen Rassismus  heißt, aktiv  mit anderen zu diskutieren und ihnen zu erklären, dass es eben nicht der syrische Flüchtling ist, der ihnen Geld aus der Tasche zieht.

Die Gewerkschaftsjugend am 1. Mai auf der Straße
Die Gewerkschaftsjugend am 1. Mai auf der Straße

Aktiv sein gegen Rassismus heißt, sich nicht von der AfD gefallen zu lassen, offen rechten Bockmist zu propagieren, und sich mit einem T-Shirt mit der Aufschrift ›Ich glaube, Sie sind Rassist‹ beim Neujahrsempfang ins Rathaus zu stellen! Oder mit Kollegen und Kolleginnen in den Bus zu steigen und in Stuttgart gegen die AfD auf die Straße zu gehen!«

IG Metall-Senioren aktiv gegen Rassismus
IG Metall-Senioren aktiv gegen Rassismus

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