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Wer an der Grenze schießen will, hat in Augsburg nichts zu suchen! Der für den 12. Februar im Augsburger Rathaus geplante Neujahrsempfang der AfD mit ihrer Parteichefin Frauke Petry sorgt mit Recht in der Stadt für Empörung. Zahlreiche Initiativen rufen dazu auf, am Tag der geplanten Veranstaltung um 18.30 Uhr auf dem Rathausplatz gegen die Provokation der Ultrarechten zu protestieren.

Nachdem sich Oberbürgermeister Kurt Gribl zunächst vor der Kritik weggedrückt hatte, forderte er am Sonntag nun ebenfalls von der AfD, auf die Einladung von Frau Petry oder gleich ganz auf ihre Veranstaltung zu verzichten. Mit Blick auf die Äußerungen der AfD-Chefin gegenüber der Tageszeitung »Mannheimer Morgen«, dass der »Einsatz von Waffengewalt« gegen Flüchtlinge als »Ultima Ratio« in Frage komme, erklärte Gribl: »Dies sind Äußerungen, die verfassungsfeindlichen Charakter haben. Wir machen in Augsburg zudem eine besondere Sensibilität als Friedensstadt geltend. Dass an gleicher Stelle, an der Friedenspreisträger für den Brückenbau bei Konfliktlagen gewürdigt werden, solches Gedankengut öffentlich geäußert werden könnte, ist mir unerträglich.«

Frauke Petry im Mannheimer Morgen

Das aber hätte Gribl schon vorher wissen können, denn Petry ist nicht die erste aus ihrem Verein, die in solcher Weise die biedere Maske fallen lässt. Schon im vergangenen Herbst nannte etwa Marcus Pretzell, der für die AfD im Europaparlament sitz, die »Verteidigung der deutschen Grenze mit Waffengewalt als Ultima Ratio« eine »Selbstverständlichkeit«. Auch auf Internetseiten der AfD finden sich mitunter Pamphlete, die sich von der Wortwahl her nicht von der NPD unterscheiden.

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26.05.2019 , 00:00 Uhr
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